„Klamm mit Respekt“: Aktion wirbt für Verständnis und Naturschutz

Die angekündigte Sperrung der Schwarzachklamm durch die Obere Naturschutzbehörde Mittelfranken, hat in den vergangenen Tagen viele Diskussionen ausgelöst, sowohl in den lokalen Tageszeitungen als auch in den sozialen Netzwerken. Für die Grünen Schwarzenbruck war deshalb schnell klar, dass es nicht bei einer Debatte im Internet bleiben sollte.

Am Samstag, den 1. August 2026, veranstaltete der Ortsverband am Eingang der Schwarzachklamm erneut die Aktion „Klamm mit Respekt“. Wie bereits im vergangenen Jahr wurde das symbolische Tor zur Klamm aufgestellt, um mit Besucherinnen und Besuchern ins Gespräch zu kommen und über die Hintergründe der aktuellen Situation zu informieren.

Lange warten mussten die Ehrenamtlichen nicht. Schon kurz nach Beginn der Aktion nutzten viele Wandernde die Gelegenheit, Fragen zu stellen und ihre Meinung zu äußern. Als kleiner Gesprächseinstieg wurden Buttons mit der Aufschrift „Klamm mit Respekt“ verteilt. Daraus entwickelten sich zahlreiche offene und sachliche Gespräche.

Dabei zeigte sich, dass viele Einheimische den Schutz der Schwarzachklamm grundsätzlich befürworten. Gleichzeitig wurde der Wunsch geäußert, Besucherinnen und Besucher besser zu lenken und durch mehr Aufklärung für einen respektvollen Umgang mit der Natur zu sensibilisieren. Viele lobten das Engagement der Ehrenamtlichen und begrüßten es, dass vor Ort nicht nur informiert, sondern auch zugehört wurde.

Unterstützt wurde die Aktion erneut vom Ortsverband Bündnis 90/Die Grünen Feucht. Außerdem besuchte Doris Erdinger, Marktgemeinderätin in Burgthann und Kreisrätin, die Veranstaltung. Auch der LBV Bayern beteiligte sich an der Aktion.

Die Schwarzachklamm ist eines der schönsten und zugleich empfindlichsten Naturgebiete der Region. Gerade deshalb braucht sie besonderen Schutz. Naturschutz bedeutet nicht, Menschen auszusperren, sondern die Natur so zu bewahren, dass sie auch in Zukunft erlebt werden kann. Dazu gehört, Wege nicht zu verlassen, Pflanzen und Tiere nicht zu stören und Schutzmaßnahmen zu akzeptieren, wenn sie notwendig sind.

Die Aktion „Klamm mit Respekt“ hat gezeigt, dass viele Menschen bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Denn nur wenn Naturschutz und Erholung gemeinsam gedacht werden, kann die Schwarzachklamm auch für kommende Generationen ein einzigartiger Ort bleiben.

Alexander Kaiser