Jugendliche wollen mitreden- jetzt geht es um konkrete Beteiligung!

Foto: Saskia Gumbert

Wie wollen Jugendliche in Feucht ihre Gemeinde mitgestalten? Welche Themen sind ihnen wichtig und vor allem: Welche Form der Beteiligung wünschen sie sich? Mit der „Jugendzukunftswerkstatt digital“ soll genau diesen Fragen gemeinsam mit den jungen Menschen in Feucht nachgegangen werden. Der Sozial- und Kulturausschuss hat in seiner Sitzung die Durchführung des Projekts in Zusammenarbeit mit dem Kreisjugendring Nürnberger Land beschlossen.

Damit knüpft das Projekt an eine Informationsveranstaltung zur möglichen Einführung eines Jugendparlaments an, die am 21. April 2026 im Markt Feucht stattfand. Dazu waren insgesamt 1.104 Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 19 Jahren eingeladen. 43 Jugendliche nahmen teil und 34 von ihnen bekundeten direkt Interesse an einer weiteren Mitarbeit. Für uns Grüne ist das ein deutliches Zeichen: Junge Menschen wollen sich einbringen und ihre Gemeinde aktiv mitgestalten.

Gemeinsam mit dem Kreisjugendring Nürnberger Land soll deshalb nun im Herbst ein Pilotprojekt starten. Die „Jugendzukunftswerkstatt digital“ besteht aus zwei Teilen. Zunächst geht es in einem Workshop um demokratische Prozesse, die Grundlagen der Demokratie sowie die Aufgaben und Entscheidungswege in einer Kommune. Anschließend können die Jugendlichen kreativ werden: Sie entwickeln ihre eigenen Vorstellungen und Wünsche für Feucht und stellen diese digital dar. Diese dürfen sie auch anschließend gleich dem Marktgemeinderat vorstellen und mit auf den Weg geben. Dadurch wollen wir den Jugendlichen unmittelbar zeigen, wie wichtig uns ihre Beteiligung ist, und dass wir ihre Stimmen ernst nehmen.

Dabei soll bewusst nicht einfach vorgegeben werden, wie Jugendbeteiligung künftig aussehen soll. Vielmehr sollen die Jugendlichen selbst mitentscheiden, welche Themen für sie wichtig sind und welche Form der Beteiligung zu ihnen und zu Feucht passt. Auch die 34 Jugendlichen, die bei der Informationsveranstaltung bereits Interesse an einer Mitarbeit gezeigt haben, sollen wieder eingebunden werden. Gleichzeitig soll das Projekt nochmals öffentlich beworben werden, damit auch weitere junge Menschen die Möglichkeit bekommen, sich zu beteiligen.

Die Ergebnisse der Jugendzukunftswerkstatt werden anschließend dem Sozial- und Kulturausschuss vorgestellt. So sollen die Ideen und Wünsche der Jugendlichen direkt in die weiteren Überlegungen zur Jugendbeteiligung in Feucht einfließen.

Für uns Grüne ist klar: Jugendliche sollten nicht nur gefragt werden, was sie sich wünschen, sondern sie sollten auch echte, konkrete Möglichkeiten bekommen.

Saskia Gumbert